Sanda
散手
"Die kriegerische Praxsis des Kung Fu ist aufgrund der inneren Harmonie keine Bedrohung für andere."
Buddistische Weisheit
  • Trainingsprogramm
Sanda (chinesisch: Sanshou) ist ein chinesisches Kampfsystem, das Kampftechniken traditioneller chinesischer und anderer Kampfkunststile verwendet. Es wurde nach Gründung der Chinesischen Republik in der Whampoa-Militärakademie als modernes Nahkampfsystem entwickelt, im kommunistischen China in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts weiterentwickelt und später als Wettkampfdiziplin etabliert.
Der Schwerpunkt an unserer Schule liegt auf der Selbstverteidigung. Die Teilnahme an internen Leistungsvergleichen (Kämpfe in unserem Ring) und Wettkämpfen ist nicht obligatorisch und bleibt interessierten Schülern vorbehalten, die dafür auch besonders geschult werden.
Ähnlich wie im Kung-Fu-Trainig beginnt auch hier jede Trainingsstunde mit einem Aufwärmtraining, bestehend aus Konditions-, Kraft- und Dehnungsübungen.
Das Sanda-Training besteht - vergleichbar mit dem Selbstverteidigungstrainig beim Kung-Fu - aus Übungen zur Aneignung der Kampftechniken (Fausttechniken, Beintechniken, Griffe, Würfe) und dem Kampftraining.
Selbstverteidigung mit Sanda

Es wird das vollständige Repertoire an Kampf- und Selbstverteidigungstechniken angewendet. Aufgrund der flexiblen Auslegung ist Sanda bestens für die Selbstverteidigung geeignet. Sanda wird als vollständiges Verteidigungssystem bei den chinesischen Streikräften und der Polizei unterrichtet.

Sanda als Wettkampfdiziplin

Sanda ist technisch sehr variabel. Dadurch sind Sanda-Wettkämpfe technisch interessant, spektakulär und sehr schnell.
Hier kann man einen Eindruck davon bekommen: Sanshou-Weltmeisterschaft 2009 (YouTube-Video)

Für Sanda-Wettkämpfe gelten üblicherweise folgende Regeln, die aber je nach Ausrichter variieren können:

  • Erlaubt sind alle Arten von Kicks zu Körper, Beinen und Gesicht, Faustschläge zu Körper und Gesicht sowie alle Arten von Fussfegern und Würfen.
  • Verboten sind Schläge zum Hinterkopf, Hals, den Gelenken und der Wirbelsäule sowie Angriffe mit Kopf, Knie oder Ellbogen. Es dürfen außerdem keine Hebeltechniken angewendet werden und keine Angriffe auf am Boden liegende Gegner erfolgen.
  • Folgende Schutzausrüstung ist erforderlich: Helm, Brustschutz, Mundschutz, Tiefschutz, Schienbeinschutz und Handschuhe (10 Unzen).